Maik Heyne

Heilpraxis, Berlin Friedrichshain

Was bringt´s?

Details zu Gruppenaufstellungen

Was bringt mir eine Gruppenaufstellung?

Gruppen-Aufstellung-Bild-2 in Was bringt´s?
Wie sage ich es den Anderen? Traue ich mich?

Fortsetzung: So manche/r Stellvertreter/in hat zum Beispiel in der Rolle des Chefs oder des Abteilungsleiter innerhalb einer Gruppenaufstellen auch mal in Bereiche hineingeschnuppert, die sie oder er noch gar nicht kannten.
Kurz: Wir öffnen uns für neue Erfahrungen.
Diese finden weniger über den Kopf, sondern hauptsächlich über die Intuition und das Mit-Gefühl statt.
… und wenn der Stellvertreter selbst Abteilungsleiter im echten Leben ist, kann es ganz spannend sein, was die Untergebenen, wenn man sie fragt, zu sagen haben über die Dinge für die sie einen Chef schätzen oder missbilligen.

Natürlich kommen wir nicht umhin als Stellvertreter eigene Themen ungewollt in die Aufstellung einzubringen und zu projizieren. Umgekehrt passiert das auch. Der Aufsteller projiziert in die Stellvertreter seine Themen hinein, wofür sie sich auch bereit erklärt haben.

Die oft gefallene Frage: Kann ich denn wirklich nützlich sein als Stellvertreter, wenn ich mein eigenes Anliegen unbeabsichtigt einbringe?
Kann ich bejahen.
(Solange das Mischverhältniss des „Dienens als Stellvertreter“ und „des Mitbringens der eigenen Einstellungen“ stimmig bleibt.)
So kommen wir schneller an den Punkt, wo sich zwei Menschen im System auch mal ehrlich die Stirn bieten. Besonders über das Aufleben lassen von Spannungen und ungewollten Gefühlen sehen wir „wo der Hase lang läuft“.

Aber keine Angst. Diese aufdeckende Arbeit ist nicht eruptiv angelegt.
Im Gegenteil es geht mir um das „sowohl-als-auch“ Prinzip.
Sprich: Konflikte dürfen und sollen ihren Platz im System einnehmen und sich mit dieser Kraft an der Erarbeitung der Lösung beteiligen. Alle anderen Qualitäten wie zum Beispiel: Liebe, Bewusstheit und Unterstützung haben aber auch ihren Platz. So wirkt „Licht & Schatten“ für eine Lösung, die dem System hilft.

Der Nutzen der Aufstellung kann sein:

  • Wir lernen anhand der Situation des Aufstellers
    viel für das eigene Leben.
  • Wir werden stimmiger und legen die Konfliktscheu ab, da wir lernen wie gut es ist mit Bedacht sich der Kritik anderer zu stellen, bzw. sie selbst auszusprechen und danach weiter zu interagieren.
  • Wir lernen unserer Intuition und unserer angeborenen
    Medialität zu vertrauen.
  • Wir lernen Gefühle auszusprechen.
  • Die Aufsteller lernen oft, dass ihr „eingefahrenes System“ schon länger auf einen klärenden Impuls wartete. In dem die Aufstellung geleistet wird, verändert sich der Aufsteller, aber auch das System oft nachhaltig.
  • Die platte Opfer-/ Täter-Nummer greift nicht mehr länger. Es entsteht oft eine höhere Bewusstheit über Probleme und Chancen.
  • So mancher Aufsteller ging mit einem lachenden und einem weinenden Auge nach Hause, denn manchmal sind die Dinge doch anders als man dachte.
  • Ehrlichkeit, Einfühlungsvermögen bringt uns in unsere Mitte.
  • Wir lernen, wer wir wirklich sind.

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Bildmotiv: Yuri Arcurs – Fotolia.com

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