Maik Heyne

Heilpraxis, Berlin Friedrichshain

Archiv für die 'Aufstellung' Kategorie

Muss man sich belesen haben, bevor man an einer Aufstellung teilnehmen kann?

Dienstag 5. Juli 2011 von Heilpraxis

Meine Antwort ist nein. Der Ablauf einer Aufstellung ist recht simpel. Das Eigentliche, was es in jeder Aufstellung braucht, hat im Prinzip jeder immer bei sich: Intuition, Herz, Verstand, Gefühle und nicht ganz unwichtig den Körper.

Es ist oft sehr spannend, wie Stellvertreter auf „ihrem angestammten Wahrnehmungsgebiet“ z.B. eher körperlich ein Thema oder ein ganz konkretes Problem in der aufgestellten Familie erfahren, während andere sehr klar auf einer sprachlichen Ebene widerspiegeln, wie sich die Person verhält für die sie stellvertretend stehen.
Besonders die Vielfalt der Wahrnehmungsebenen macht klar, was ein Buch nicht in Gänze leisten kann.

Da in Gruppen immer sehr verschiedene Menschen zusammenfinden, ist die Art der Interaktion ein nicht vorhersehbarer und zugleich schöner Bestandteil der Aufstellungsarbeit. Damit wird jede Aufstellung zu etwas ganze Besonderem und Einzigartigem. Das Universum zeigt sich von seiner genialen Art & Weise.
Ich glaube aus diesem Grunde hinken die Bücher immer dem Aktuellen Geschehen und vor allen den eigenen Vorstellungen hinterher.
Gesten oder spontane Aussprüche einer Aufstellung lassen sich in einem Buch nur dann mit einem Mehrwert verfassen, wenn diese wiederum auf einer anderen allgemeineren Ebene gedeutet und beschrieben werden. Aber das ist letztlich nicht das Handlungsziel der Aufstellungssituation und verzerrt die Genialität.

Eine Aufstellung sollte immer die pure Lebenssituation aufdecken mit all seinen schönen und nicht so schönen Seiten.

Blumen-Buddha-182x300 in Meine Erfahrung als Aufstellungsleiter ist, dass die Menschen, die noch nicht viel zum Thema Systemisches Aufstellen, Familien- und Paaraufstellungen gelesen haben, viel unbelasteter und freier und damit quasi wertvoller in dem System interagieren können.
Eigene Impulse als Stellvertreter werden nicht abgeglichen mit gelesenem Stoff, der wiederum oft in Gut und Böse unterteilt ist, (um dem Buchlesenden eine Richtschnur zu geben, wie das Wissen vereinfacht aufzunehmen ist).

Nicht zuletzt gibt es bei Stellvertretern einen schönen Effekt, wenn sie öfter an Aufstellungen teilnehmen. Sie werden freier in ihrer Wahrnehmung und können Wechsel von Energien und Einstellung besser und unkommentierter wieder geben.
Sie schulen so ihre intuitive und zugleich mediale Fähigkeiten.
Weitere Lerneffekte für Stellvertreter sind hier beschrieben.

Probieren Sie es aus: Aufstellung in der Gruppe oder auch in Form einer Einzelsitzung.
Erarbeiten Sie Ihre ganz persönliche Freiheit unter meiner Anleitung. Lassen Sie Verstrickungen hinter sich. Investieren Sie in Ihre Zukunft.


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Was bedeutet systemisch?

Montag 20. Dezember 2010 von Heilpraxis

Das Wort systemisch bedeutet im Zusammenhang mit Systemischen Aufstellungen, dass man in der Aufstellungsarbeit nicht auf Themengebiete beschränkt ist, wie es beispielsweise beim Familienstellen der Fall ist.

Wir bewegen uns alle in vielen Systemen. Die einen verbringen viel Zeit im Schulsystem, Berufssystem oder auch allgemein Bildungssystem. Viele Menschen sind neben ihrer Herkunftsfamilie natürlich in das System der selbst gegründeten Familie eingebettet.

In der eigenen Familie spielt wiederum Partnerschaft und Beziehung eine große systemische Rolle. Jeder in sich geschlossene bzw. klar definierte Zugehörigkeitsbereich ist ein System.

Spannend wird das Systemische Aufstellen dann, wenn man 2 oder mehr ineinander verschachtelte Systeme gleichberechtigt für den Menschen stellt, der ein Problem lösen möchte oder mehr Klarheit erlangen will wodurch sich das Problem aufschaukelt.

Beispiel: Es kann sein, dass eine Frau im Beruf seit kürzerer Zeit eine leitende Stelle übernommen hat. Plötzlich kommt es zu mehr Gegenwind im Job als sie es erwartet hatte.

Soweit so gut. Doch was passiert wenn diese Frau auf einmal an sich selbst zweifelt, ob das der richtige Entwicklungsschritt für sie war, ob sie wirklich fähig ist diesen Weg zu gehen?

In einer Aufstellung kann sich durchaus zeigen, dass sie in der Abteilung und ihrer Gegenwartsfamilie genügend Rückhalt für diese berufliche Entwicklung erlebt.
Ein Blick in die Herkunftsfamilie (Eltern, Großeltern) kann evt. zeigen, dass bislang alle Frauen in der Familie es gemieden haben oder es meiden mussten beruflichen Erfolg anzustreben.

Hier könnte ein Heilritual innerhalb der Frauenlinie der Familien dafür sorgen, dass sich die Person in unserem Beispiel ganz bewusst für diesen neuen Weg entscheidet und den Weg der anderen Frauen bzw. Ahnen respektiert. (Das Heilritual ist hier nur kurz skizziert.)

In diesem Beispiel sind bereits 3 Systeme berührt worden: 1) Berufssystem, 2) Gegenwartsfamilie und 3) Herkunftsfamilie.

Weiterführende Links: Aufstellungsmöglichkeiten innerhalb einer Einzelsitzung und einer Gruppe.

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